Lehrstuhl für
Werkstoffverarbeitung

Oxidationsstabile und katalytisch aktive Werkstoffe für "atmende" thermo-elektro-chemische Energiesysteme (ForOxiE2)

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Andreas Rosin

Projektstart: April 2015
Projektende: März 2018
Förderung:

g3170

Projektbeschreibung:

Im Forschungsverbund ForOxiE2 haben sich Wissenschaftler der Universität Bayreuth, der Technischen Universität München, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Hochschule Coburg mit zehn Partnern aus der Industrie zusammengeschlossen. Die Koordination liegt bei Professorin Monika Willert-Porada, die an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für Werkstoffverarbeitung leitet. Ein wichtiger Schritt bei der Arbeit an effizienten, langlebigen elektrochemischen Energiespeichern und -wandlern ist die Entwicklung und Erprobung von Materialien, die dazu beitragen, Brennstoffzellen mit Polymer- oder Keramik-Elektrolyten deutlich leistungsfähiger zu machen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Katalyse von Oxidationsprozessen, die in einer Brennstoffzelle kontrolliert ablaufen müssen. Die Brennstoffzelle wird in diesem Zusammenhang als "atmendes System" verstanden, da sie Sauerstoff thermo-elektrochemisch zur Energieerzeugung nutzt. Ein weiteres Ziel ist es, elektrochemische Speicher und Wandler im Hinblick auf die verwendeten Materialien zu vereinfachen. Von Interesse sind hierbei organische und anorganische Elektrolyte, die eine hohe Ionenleitfähigkeit besitzen und zugleich korrosions- und alterungsbeständig sind, und 3D-strukturierte Elektrode-Elektrolyt-Einheiten, die bei häufig wechselnden Temperaturen stabil bleiben. Zudem befassen sich die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit der Frage, ob und wie sich elektrochemische Speichersysteme in die Stromnetze integrieren lassen. Hier kommt es darauf an, dass die Speichersysteme rasch und flexibel auf den jeweiligen Strombedarf reagieren können.

Plasmaunterstütze TFE-Synthese
Next Generation Brennstoffzellen mit neuen Katalysatoren und Elektrolyten, oxidationsstabilen Elektroden und MEAs basierend auf neuer Fertigungstechnologie für netzintegrierte Energiespeicher.

Zu den an ForOxiE2 beteiligten Unternehmen zählt unter anderen auch die Dyneon GmbH in Burgkirchen, die mit dem Lehrstuhl für Werkstoffverarbeitung an der Universität Bayreuth bereits in mehreren Projekten zusammengearbeitet hat. Der Corporate Scientist der Dyneon GmbH / 3M Advanced Materials Division, Dr. Klaus Hintzer, ist Sprecher der Industrie im neuen Verbund.